Abnehm – Tagebuch #10: Meine Essstörung und der Teufelskreis

Das Thema Abnehmen war für mich schon seit meiner Kindheit ein ganz großes Thema. Ich weiß nicht wie oft ich am Tag an Essen gedacht habe, aber irgendwann hab ich aufgehört zu zählen. Vermutlich dachte ich schon immer den ganzen Tag nur an Essen. Du kennst den alten Witz: Isst du, um zu leben oder lebst du, um zu essen? Bei mir war Letzteres der Fall.

 

„Hallo Essstörung…“

So richtig übel angefangen hat das mit meiner Essstörung schon in der Pubertät. Ich sah aus wie ein kugelrundes Streusselkuchen – Pferd. Wirklich n i c h t schön. Zumindest fühlte ich mich so und ich hasste mein Spiegelbild.
Da ich es „damals“ noch nicht besser wusste, hab ich mich vom ein auf den anderen Tag in die heftigste Crash – Diät meines Lebens geworfen. Ich trank am Tag ein Glas Milch, entweder mit Kakaopulver oder Protein – Pulver und aß nichts. Niente. Nada. Nothing.

Schon nach den ersten 7 Tagen war ich stolz wie Oskar, weil ich schon ganz schön viel abgenommen hatte. Dieses Gefühl, dieses Erfolgserlebnis gefiel mir… und ich rannte weiter in mein Unglück.
Nach etwa 4 Wochen nichts essen, bemerkte auch mein Umfeld, dass etwas nicht mit mir stimmte. Oder besser gesagt: Ich ging zum „essen“ immer nach Hause, so dass es nicht auffiel, dass ich nichts esse. Das Einzige aber, was ich damals gegessen habe, war Eiscreme. Wenn ich also unterwegs war, dann musste ich unbedingt in die Eisdiele und mir einen fetten Becher Eis reinziehen.


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Nun denn. Nach 6 Wochen nichts essen – ich muss kurz weiter ausholen:
Ich spielte zu der Zeit hochklassig Handball. Ich war gerade 16 Jahre alt geworden, durfte mit ärztlichem Attest in der Damenmannschaft spielen, fuhr jedes Wochenende runter nach München in die Sportschule nach Oberhaching, trainierte 5x die Woche Handball, weil ich kurz vor einem Probetraining für eine Bundesliga – Damenmannschaft stand. UND ICH: Ich ernährte mich einfach ausschließlich von einem Glas Milch am Tag. – Schlimm!!

…jedenfalls: Nach 6 Wochen nichts essen, kam dann der große Knall!

 

So sterben Träume…

Ich verletzte mich bei einem Handballspiel so übel, dass mein großer Traum vom Handball – Star ein für alle Mal gestorben war. Für mich ist damals meine Welt zusammengebrochen. Nicht nur weil ich es mir selbst geschworen hatte, mal was zu reissen im Handball und was zu erreichen, nein. Ich hatte es einem Menschen der mir sehr nahe stand versprochen. Und jedes Spiel das ich spielte, hatte ich für diesen Mensch gespielt. ♥

Naja. Von da an ging eigentlich mein ganzes Leben nur noch bergab. Egal ob es mein Hobby war, meine schulische Ausbildung, mein Freundeskreis. Alles.

 

Der Anfang vom Ende

Das war der Anfang vom Ende. Die darauf folgenden Jahre verbrachte ich damit, mich von der ein in die andere (Crash -) Diät zu stürzen. Ich war gefangen. Gefangen in meinem Körper und gefangen in einem Teufelskreis, der sich mit unheimlich viel Arbeit, Kraft, Blut, Tränen und Schweiß besiegen ließ. – Über 10 Jahre später!

Ich werde in weiteren Blog – Artikeln mehr über meine Essstörung schreiben. Dadurch dass ich die Essstörung am eigenen Leib erfahren habe möchte ich Dir wenn du auch unter einer Essstörung leidest Mut machen: Du bist damit nicht alleine und glaub mir, du schaffst es da raus! Ich glaub an Dich! ♥


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