Intermittierendes Fasten und Abnehmen

Unsere heutige Gesellschaft klammert sich viel zu sehr an eingetrichterte Essrhythmen. Frühstück, Mittagessen und Abendessen seien normal und sind angeblich die wichtigsten Mahlzeiten am Tag. Wenn Du – gerade auf der Arbeit oder in der Schule / Uni – in der „Frühstückspause“ kein Brot auspackst oder dir kein obligatorisches Müsli einverleibst, wirst du gleich schräg angeguckt und gefragt: „Wo ist denn dein Frühstück? Du brauchst doch Energie am Morgen, damit Du dich besser konzentrieren kannst?!“

Kennst Du das nicht auch!? Immer diese Belehrungen von anderen und dann diese Rechtfertigungen vor anderen?

 

Welche Ernährungsform ist die perfekte Ernährungsform für mich?

Es ist einfach totaler Quatsch, wenn Dir jemand erzählen will, dass du frühstücken musst, um vernünftig in den Tag zu starten. Ich war noch nie so der Frühstückstyp. Ich hab mir immer mein Frühstück morgens eher reingezwungen, als dass ich es genossen habe.
Gerade mich hat das Thema Essen meist 24 Stunden am Tag beschäftigt, durch die Tatsache, dass ich nun mal schon immer übergewichtig war und endlich „die perfekte Ernährungsform“ für mich entdecken wollte. Ich hab mir wirklich täglich den Kopf darüber zerbrochen, was ich wann und wie viel ich essen soll. Das waren Zeiten, darüber will ich heute gar nicht mehr nachdenken. Diese Gedanken hatten mich damals in meine Essstörung getrieben.
Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, dann wär mir so vieles erspart geblieben. Aber gut, so kann ich mein Wissen und vor allem meine eigenen Erfahrungen an Dich weitergeben, damit dir nicht die gleichen Fehler passieren.

In der Zeit, in der ich meine Ernährung komplett auf vegan umgestellt hatte, hab ich mich viel mit verschiedenen Ernährungsformen beschäftigt. Von RawTill4, über Low Carb, High Carb Low Fat, Raw, bis zu 80 / 10 / 10 und und und. Dabei gefiel mir eine Ernährungsweise ganz besonders: Das Intermittent Fasting (auf deutsch „unterbrochenes Fasten“).

 

Intermittierendes Fasten – Für Anti – Frühstücker ideal

Was ist „Intermittent Fasting“? Wie funktioniert das und was bringt es mir?
Auf deutsch heißt Intermittent Fasting „unterbrochenes Fasten“.

Jeder von uns fastet, ohne es eigentlich zu merken: Nachts wenn wir schlafen, nimmt unser Körper keine Kalorien auf. Wenn wir also im Idealfall 8 Stunden Schlaf in der Nacht haben, dann haben wir schonmal 1/3 des Tages gefastet.
Beim Intermittent Fasting gibt es verschiedene „Methoden“. Du musst selbst herausfinden, welche Methode am besten mit deinem Lifestyle kompatibel ist. Ich habe mich bisher nur mit den Varianten „Eat Stop Eat“ und „Leangains“ beschäftigt.

Kurze Erklärung zu Eat Stop Eat: Hier wird maximal 2x pro Woche für 24 Stunden gefastet. Beispiel: Du isst montags ganz normal, aber deine letzte Mahlzeit um 19:00 Uhr. Dienstags isst du somit erst wieder um 19:00 Uhr – somit hast du Dein Zeitfenster von 24 Stunden erfüllt. Mittwoch und Donnerstag isst du ganz normal, Freitag dann wieder um 19:00 Uhr deine letzte Mahlzeit. Samstag fastest du wieder bis abends um 19:00 Uhr und ab 19:00 Uhr darfst du wieder essen.
Das Fasten bedeutet natürlich nicht, dass du auch nichts trinken darfst. Trinken ist erlaubt, jedoch nur kalorienarme Getränke wie Wasser, ungesüßte Tee’s und Kaffee. Und ganz wichtig: An Fastentagen nicht sporteln!


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Die Variante von Intermittent Fasting, mit der ich selbst am besten zurecht komme und die ich demnächst wenn ich wieder mehr Sport mache auch wieder umsetzen werde, ist die „Leangains“-Methode. Nämlich gerade diese Variante des Intermittent Fasting ist die Ideale für gezielten Fettabbau und gleichzeitig effektiven Muskelaufbau.
Leangains bewegt sich nämlich im 16/8 Rhythmus und das Ausschlaggebende hierbei ist, dass es kein Frühstück „in diesem Sinne“ gibt. Das heißt, es werden 16 Stunden gefastet und 8 Stunden gegessen. 🙂 – Täglich!
Du musst bedenken, dass wir allein wenn wir schlafen schon 8 Stunden fasten. Wenn Du dann deine letzte Mahlzeit am Vortag um 18:00 Uhr gegessen hast, um 21:00 Uhr zu Bett gehst und am nächsten Morgen um 07:00 Uhr wieder aufstehst, dann kannst du spätestens um 13:00 Uhr anfangen zu essen.
Außerdem schüttet dein Körper nachts wenn wir schlafen und morgens wenn unser Magen noch nüchtern ist besonders viel Cortisol aus. Cortisol ist ein Stresshormon, das besonders Einfluss auf den Fettstoffwechsel in unserem Körper hat. Je höher also unser Cortisol-Spiegel ist, desto besser funktioniert die Fettverbrennung. Wenn wir während dieser Phase Sport machen, bezieht unser Körper die Energie aus dem Körperfett und unterstützt uns bestens beim Abnehmen.

 

Was darf ich essen? Was darf ich trinken?

Während des Fastens ist es besonders wichtig, genügend zu trinken. Ich mach mir z. B. immer frisches Zitronenwasser, fülle das in meine Karaffe und habe so immer ein gesundes Powergetränk parat. Dazu kommen noch circa 3 Liter stilles Wasser. Manchmal auch der ein oder andere Tee, allerdings muss dieser ungesüßt sein. Merke dir einfach, dass du alles trinken darfst, was keine Kalorien hat!

In den 8 Stunden, in denen du essen darfst, kannst im Prinzip essen, was du willst. ABER: Wenn möglich, nicht gerade den fettesten Burger oder die frittierten Pommes! Greife hier lieber zu Lebensmitteln, die gut für dich und deinen Körper sind. Erreiche deinen Kalorienbedarf über viel Gemüse, Obst, Nüsse und grüne Smoothies oder frisch gepresste Säfte.
Und weil ich es gerade erwähnt habe: „Erreiche deinen Kalorienbedarf…“ – Ja, richtig gelesen! Du solltest keinesfalls zu wenig essen. Wenn Du abnehmen willst, dann brauchst du natürlich ein Kaloriendefizit, schraube hier aber lieber deine Kohlenhydrate etwas herunter, um dein Defizit zu erreichen. Keinesfalls auf die gesunden Fette oder pflanzlichen Proteine verzichten.

Das mag alles etwas kompliziert klingen, ist aber wirklich viel einfacher, als Du denkst. Es ist alles auch Gewöhnungssache bzw. Kopfsache. Manche Menschen leben „Leangains“ als Lifestyle, weil sie sich pudelwohl damit fühlen und sowieso meist abends erst vernünftig essen können, aufgrund von Arbeit, Schule oder Uni.

 

Meine Erfahrung

Für mich bringt Intermittierendes Fasten nach der Methode „Leangains“ neben dem gezielten Abnehmen und gleichzeitigem Muskelmasse aufbauen eigentlich nur Vorteile mit sich:

  • Meine Verdauung funktioniert einwandfrei
  • Meine Konzentrationsfähigkeit bewegt sich auf höchstem Level
  • Ich mache mir nicht mehr 24 Stunden am Tag Gedanken über mein Essen 😉

 

Wie stehst Du zu dem Thema „Intermittierendes Fasten“? Hast du intermittent fasting vielleicht schonmal ausprobiert oder hast du vor, intermittent fasting mal auszuprobieren? Schreib es mir in die Kommentare! ♥


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3 Antworten
    • Katharina
      Katharina says:

      Hey Miri 🙂

      Ich war immer der absolute Anti-Frühstücker, deshalb bin ich auf Intermittent Fasting aufmerksam geworden. Hab es dann einige Monate lang gemacht und bin auch gut damit zurecht gekommen. Seit ich aber zur Uni gehe habe ich mega Hunger in der Früh. Jetzt trinke ich morgens meistens einen grünen Smoothie oder mache mir eine Smoothie-Bowl, weil irgendwas, was schwer im Bauch liegt geht bei mir zum Start in den Tag überhaupt nicht.

      Vom richtigen Essens-Zeitfenster behalte ich aber meine Zeiten vom Intermittent Fasting bei. Morgens den Smoothie zähle ich nicht 😀 Mittags gehts los mit dem essen und abends spätestens um 19 Uhr ist Feierabend. So fahr ich am besten mit der Ernährung 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

      Antworten
  1. Tina
    Tina says:

    Hallo Miri,

    ich habe gerade Intermittent Fasting entdeckt, probiere es schon seid 4 tagen aus,
    habe noch nicht so viel Info zu dem Thema gefunden, vielleicht kannst du mir weiter helfen?
    Habe Übergewicht, will abnehmen, würde IF auch ohne Sport funktionieren? Ich nehme zu mir 1200 kl. täglich
    Bin 45 Jahre alt, habe 30 kilo Übergewicht. Ich danke dir für deine Antwort im Voraus

    LG Tina

    Antworten

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