Was hat vegan abnehmen mit Selbstliebe zu tun?

Selbstliebe – was verstehst Du unter Selbstliebe? Und was genau hat Selbstliebe jetzt mit vegan Abnehmen zu tun? Ich kann Dir davon ein Liedchen singen, denn mir selbst hat Selbstliebe jahrelang gefehlt. Das führte unter anderem eben auch dazu, dass ich mich selbst nicht annähernd so gut behandelt habe, wie meine Lieblingsmenschen. Mit den Menschen, die man lieb hat, geht man entsprechend auch lieb um. Oder etwa nicht? Doch warum fällt es vielen von uns dann so schwer, genauso gut mit uns selbst umzugehen? Warum ist das so?

Kompensiern, verdrängen und ablenken statt mich selbst lieben

Meine persönliche Meinung und meine eigene Erfahrung ist, dass ich durch meine Liebe, die ich gegeben habe kompensiert habe. Ich habe sozusagen meine Probleme damit ertränken wollen. Man sagt doch immer, dass man das, was man gibt auch zurück bekommt. In meinem Fall war das auch immer so. Jedoch bin ich erst Jahre später darauf gekommen, dass das eine Art Verdrängung von mir war, stets Harmonie, Friede, Freude und Eierkuchen in die Welt hinaus zu streuen. Ich gebe zu, ich habe mir auch viel gefallen lassen, habe viel weggesteckt und einkassiert, ohne dass ich wirklich mal böse geworden bin. Ich war eben immer der Meinung, dass ich fair bleiben sollte und Karma alles regeln wird. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Doch wenn ich mal so intensiv darüber nachdenke, dann klar – glaube ich an Karma – muss ich mir aber deshalb doch nicht alles gefallen lassen?! Das war in meiner Situation wirklich oft ein „unter meinem Wert verkaufen“.

Selbstliebe – wann ich lernte, mich selbst zu lieben

Nachdem sich das Spielchen bei mir jahrelang so durchzog, machten mich einige meiner engsten Freunde mal darauf aufmerksam. Ich selbst sah das überhaupt nicht oder wollte das nicht sehen, dass ich mich selbst total boykottiert habe. Ich dachte eben, ich wäre ein guter und toller Mensch, wenn ich einfach immer freundlich und friedlich bleibe. Doch warum sollte ich mich denn so arg immer Ja und Amen zu allem sagen und mich unter meinem Wert verkaufen, nur um meinem Gegenüber so besser zu gefallen? Ich verlor mich immer mehr selbst und war am Ende ein Mensch, der jedem gefallen wollte, aber gar nicht mehr er selber war. Ich erkannte mich teilweise selbst nicht wieder. Als ich dann jemanden kennenlernte und sich das alles auf etwas ernstes zuspitzte, wurde mir das erst richtig bewusst. Diese Person sagte mir, nach 3 Monaten kennenlernen knallhart: „Kat, ich erkenne Dich nicht wieder! Du hast dich so verändert und bis so verklemmt geworden… Ich vermisse es wie du warst, als ich dich kennengelernt habe. Da warst du locker, hast dein inneres Kind aus dir heraus gelassen und man konnte mit dir allen möglichen Scheiss erleben. Jetzt bist Du mir viel zu erwachsen und zu vernünftig!“ – Bäm – und das saß heftig! Das hat mir dann zu denken gegeben und da habe ich erst gemerkt, dass da was absolut Wahres dran ist.

Selbstliebe – wie ich lernte, mich selbst zu lieben

Da ich mein gefühltes halbes Leben lang mit dem Abnehmen zu tun habe und sich auch mein gefühltes halbes Leben lang alles nur um Ernährung dreht, habe ich kapiert, dass ich mich zuerst einmal so akzeptieren muss, wie ich bin. So, wie ich jetzt gerade bin. Damals war ich tatsächlich noch fast 30kg schwerer und fühlte mich überhaupt nicht wohl. Ich mochte mich nicht und fühlte mich immer minderwertig, hatte Selbstzweifel und Komplexe. Was will man aber auch erwarten in einer Gesellschaft, in der Kleider Leute machen und mehr Wert auf Oberflächlichkeit gelegt wird als auf Tiefgründiges, Wahrhaftiges – auf das, was einen Menschen so besonders und einzigartig macht? Merke Dir: Dein Wert liegt darin WER Du bist, nicht WAS du alles hast! (Zitat von Thomas Edison)
Ich fing also an, mein Leben komplett umzukrempeln. Das begann bei mir mit meiner Ernährung. Wer mir bereits länger folgt, der weiß, dass ich eine jahrelange Essstörung hinter mir habe. Diese hatte bis vor ein paar Jahren immer noch Platz in meinem Leben und kam immer wieder mal zum Vorschein. Ich erstellte mir einen Ernährungsplan und schrieb mir leckere Rezepte zusammen, die nur naturbelassene Zutaten beinhalteten und einen hohen Ballaststoffanteil hatten. Das tat mir so gut und das frische kochen und zubereiten der leckeren Mahlzeiten fing an, mir großen Spaß zu machen. Abends bereitete ich mein Essen für den nächsten Tag vor. Ich packte es in Dosen, die ich dann am nächsten Tag mit zur Arbeit schleppte. So hatte ich immer etwas gesundes zu essen dabei und war nicht auf irgendeinen Fertigfraß oder Fast Food angewiesen.
Woche für Woche purzelten die Kilos nur so vor sich hin. Ich machte nicht großartig Sport – das muss ich unbedingt dazu erwähnen! Ich arbeite in der Logistik und bin täglich 9 Stunden am herumlaufen und anpacken, das war für ich Cardio und Krafttraining genug! Mein Ernährungsstil gefiel mir immer mehr und eben auch der tolle Nebeneffekt, dass ich jede Woche mindestens 2 Kilo verlor. Und das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich wirklich gesund, vollwertig und ausgewogen abgenommen habe! Die Male davor waren geprägt von Crash – Diäten, tagelangem Fasten oder einfach Null Kalorien zu mir nehmen. So nimmt man natürlich auch ab, aber nun mal ganz und gar nicht gesund! Das war der Anfang meiner Selbstliebe. Ich begann, mich selbst zu lieben und achtete darauf, was ich esse, was ich trinke und wie verantwortungsvoll ich mit mir selbst umging.

Fazit: Was hat vegan abnehmen mit Selbstliebe zu tun?

Ich bin der Meinung, dass das Thema Selbstliebe eine der wichtigsten Rollen für das Abnehmen spielt. Nur, wer sich selbst etwas wirklich Gutes tun will, der achtet auf sich und hat sich selbst lieb. Und nur wer sich selbst lieb hat, sich genau so wie er ist akzeptiert, der kann auch stressfrei abnehmen.